Ruhrgebiet für die Ohren?

Wenn es heute um das Ruhrgebiet geht, sind einige Bilder sofort und immer(noch) präsent:
Zechen, Bergleute, Montan-Industrieanlagen, Güterzüge, aber mittlerweile, als Zeichen eines einzigartigen Strukturwandels, auch begehbare Halden mit künstlerischen Landmarken.

In unserer visuell geprägten Zeit herrscht eine Dominanz der Bilder und in diesem Fall nicht ohne Grund; beschreiben sie doch ein- und ausdrucksvoll und unverwechselbar eine Region und ihre Tradition.
Soweit der Eindruck über das Sehen.

Aber wie ist es mit dem Eindruck über das Hören?
Wie könnte das klingen, einen Eindruck über die Ohren zu vermitteln?
Und das nicht dokumentarisch, nicht nur mit reinen Original-Tonaufnahmen, sondern übersetzt in Musik.

Wie könnte Musik klingen, die einen emotionalen, sinnlichen Eindruck des Ruhrgebiets musikalisch transportiert?
Und das nicht über einen Gesangs-Text, nicht mit Bergmannsliedern, sondern instrumental und neu komponiert.

Eine Musik, die die bekannten und auch unbekannteren Bilder des Ruhrgebiets für die Ohren musikalisch malt, die eine entsprechende Energie und Atmosphäre hat.

Eine Musik, die zugänglich und emotional und nicht abstrakt und experimentell ist, die eher etwas rau und kantig als glatt und poliert klingt, und die dabei auch  Wärme und Tiefe hat.

Eine Musik, die dem Hörer Raum bietet für eigene Bilder, Assoziationen und Geschichten, mit oder auch ohne den Ruhrgebiets-Bezug.
Denn es sollte auch eine Musik sein, die eigenständig ist und nicht nur als Ruhrgebiets-Soundtrack funktioniert.

Aber eben auch als Ruhrgebiets-Soundtrack.